Sehr geschätzte
Unterstützerinnen und
Unterstützer!
Am Donnerstag dem 26. Februar fand die ankündigte
Einwohnerversammlung zur Änderung des Bebauungsspanes 23 unter
reger Beteiligung statt. Zu Beginn konnten wir unsere Petition
gegen die Bebauung rund um die Gaststätte dem Bürgermeister
Weber übergeben. Diese Gelegenheit nutzten wir, um noch einmal
das Anliegen von über 1.200 Unterschreibenden vorzutragen, das
Naherholungsgebiet nicht durch hier unsinnige Bauten schwer zu
schädigen.
Die Stimmung in der Versammlung spiegelte die kontroverse
Haltung der Anwesenden zu dem Brüning-Projekt wieder. Schon
2022, als im Frühjahr die ersten Pläne vorgestellt wurden, gab
es Streit. Auf der einen Seite standen die, die durch den
Ortsrat vertreten werden. Sie fanden die Planung gut, denn, so
war eine weit verbreitete Meinung, am See musste etwas
passieren. Die Gegner wiesen auf die fatalen Folgen für Natur,
Seequalität und Naherholungscharakter hin.
Der nun überarbeitete Plan ist trotz einiger
Schönheitskorrekturen eher schlimmer geworden: Hier soll ein
Ortsteil entstehen, der mit seinen Reihenhäusern und insgesamt
viel zu dichter Bebauung ( jetzt 16 neue Häuser ) ein
städtischer Fremdkörper in seiner unmittelbaren Umgebung ist.
Mit netten Namen ( Wiesen- Wald- und Seehäuser) und dem Erhalt
einiger Bäume kann das nicht kaschiert werden. Und während
parallel ein teures Programm zur Wasserverbesserung läuft,
könnte hier durch Versiegelung vermehrt belastetes
Oberflächenwasser in den See gelangen.
Dazu kommen längere Wege für die Seebesucher. Ob sich die
verschiedenen Nutzungen des Areals mit Gaststätte, Wohnen und
Naherholung miteinander vertragen werden, kann bezweifelt
werden. Der Katalog der Bedenken ist damit noch lange nicht
abgeschlossen.
Zudem stellt sich auch die Frage: Muss der Investor hier für
den spekulativen Erwerb eines Teils des Wochenendgebietes
belohnt werden?
Wie werden nun die Verantwortlichen in Gemeinde und Kreis
entscheiden? Nützt es der Bevölkerung, wenn der Zugang zum See
erschwert wird, wenn die Parkplätze auf die hintere
Gemeindewiese verlagert werden, wenn der Schotterparkplatz
bebaut wird, wenn der bewaldete Lärmschutzwall hinter der
Gaststätte entfernt wird, wenn dort ein Ortsteil in dichtester
Bebauung entsteht, der nicht in die gewachsene Umgebung und zu
der Funktion der Seeumgebung als Naherholungsgebiet
passt?
Es geht um eine Entscheidung für Jahrzehnte, wenn nicht länger.
Wie lange dagegen der Betrieb der Gaststätte unter den
veränderten Bedingungen weiterlaufen kann, ist nicht
absehbar.
Genauere Informationen zur Planung finden Sie im Internet
unter: Flecken Ottersberg, Bauen und Wirtschaft, Aktuelle
Bauleitverfahren,
Bebauungssplan 175 „Haus am See“
Am allerwichtigsten ist es nun, diesen Bebauungsplan zu
verhindern, allein, um alternative Lösungen möglicher zu
machen. Denn ein Gelände mit der Aussicht auf solch ein
massives Bebauungsvolumen lockt Spekulanten an und erschwert
den Rückkauf für die dörfliche Gemeinschaft.
Für Menschen, die sich für die konkrete Machbarkeit durch
Rückkauf des Geländes mit Gasthaus in Bürgerhand interessieren,
gibt es am 18.März um 19.30 Uhr ein Treffen im Haus am See, mit
Kurz-Referaten zu einem geretteten Dorfgasthof und zu
bürgerfinanzierten Immobilien-Projekten.
Zunächst aber gilt es, massiv Einwände gegen die
vorgelegte Planung zu formulieren und an die Gemeinde und den
Landkreis zu schicken. [Anm. d. Redaktion: Gerne steht Ihnen
der "Spickzettel" für ein Einwandschreiben bis 27.03.2026 auf
der Startseite zur Verfügung!]
Hier schon einmal herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.
Für die ISI Otterstedt
Wolfgang Menzel
(Stand 8. März 2026)
Eingriffe in die Natur und ihre Folgen zeigt das Bild am Westufer:
Vorher
Nachher


Gutachten zur Untersuchung des Otterstedter Sees
In den Jahren 2022/2023 erfolgte eine Untersuchung mit Maßnahmenempfehlungen zur ökologischen Sanierung des Otterstedter Sees. Am 22. Mai 2025 wurde das 170 Seiten umfassende Gutachten der Öffentlichkeit vorgestellt.
Auch für unsere Initiative gibt es dort wichtige Ergebnisse. Da der See keinen Zufluss hat und auch nicht durch das Grundwasser gespeist wird, ist er für die Wasserzufuhr von Regen und Oberflächenwasser aus der Umgebung abhängig. Das Oberflächenwasser kommt nicht von den umliegenden Feldern oder der Betrieben. Die Bebauung der Seeumgebung und die Versiegelung ist dafür verantwortlich, dass viel verschmutztes (nährstoffangereichertes) Oberflächenwasser in den See gelangt. Daraus kann man nur schließen, dass abgesehen von der Schädigung des Naherholungsgebietes eine weitere Bebauung der Seeumgebung kontraproduktiv wäre für jeden Versuch, die Seewasserqualität (auch wegen der Blaualgen) zu verbessern.
Das Gutachten kann hier in seiner Breite hier nicht wiedergegeben oder kommentiert werden. Jede*r Interessierte kann es über die Internetseite des Fleckens Ottersberg herunterladen oder aber hier nachlesen:
ISI wird die Auswertung des Gutachtens und die Schlüsse daraus durch Rat und Verwaltung engagiert verfolgen.

News und Infos
Altbau schafft Wohnraum
Der "Seebote" vom Juni 2023 mit dem Titel: "Wer denkt an die Zukunft?" mit den aktuellen Informationen zur Bauplanung, den Erwartungen und Perspektiven sowie mit den Stimmen der Bürger*innen für den Erhalt der Natur und des Naherholungsgebiets "Otterstedter See"
Artikel "Idylle statt Investor" im Torfkurier-Online vom Mai 2022:
Artikel zur Wasserqualität am Otterstedter See aus dem Torfkurier vom August 2020:
